OCF_Jugendkongress_2017_910x360.jpg

Sie stoppen das Bienensterben, säubern Wasser von Reststoffen und setzen sich für nachhaltige Mode ein. Bei "Our Common Future" tüfteln Schüler an Forschungsprojekten zum Thema Nachhaltigkeit. Auf dem ersten Jugendkongress bekamen sie neue Motivation – auch vom ehemaligen Astronauten Thomas Reiter. Für 2018 läuft die Bewerbungsphase.

Foto: Rupert Warren

FBM_220.jpg

Frankfurter Buchmesse 2017

In diesem Jahr war Frankreich Gastland der Frankfurter Buchmesse. Ein passender Anlass für die Robert Bosch Stiftung, mit der zu ihr gehörenden DVA-Stiftung die Veranstaltungsreihe "Dialog der Ideen" auf der Buchmesse zu präsentieren. Die Reihe widmete sich den deutsch-französischen Übersetzern, denn Übersetzer übernehmen neben den Autoren eine der wichtigsten Rollen in der Literatur.
Lina_Antara_IDEA_220.jpg

Wie können sich Flüchtlinge politisch beteiligen?

In den letzten sechs Jahren hat sich die Anzahl der Flüchtlinge weltweit mehr als verdoppelt. In vielen Ländern ist die Integration dieser Menschen ein viel diskutiertes Thema. Wie können Flüchtlinge selbst am politischen Leben teilnehmen? Im Interview erklärt Lina Antara, wie ein globales Forschungsprojekt Möglichkeiten und Grenzen der politischen Beteiligung beleuchtet.
BBTI_Sep2017_220x145.jpg

Europas Zukunft im transatlantischen Spannungsfeld

Vor welchen Herausforderungen stehen Europa und die USA sowie das transatlantische Verhältnis? Darüber diskutierten außenpolitische Experten im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der Brookings Institution und der Robert Bosch Stiftung. Zu den Themen gehörten die russischen Aggressionen, Handel, Einwanderung und die Beziehungen zur Türkei.
Lernort_Stadion_Festakt_220.jpg

Wer Viele erreicht, hat viel Verantwortung

Fußball begeistert und verbindet so viele Menschen wie kaum ein anderer Sport. Doch immer wieder kommt es zu Gewalt und rassistischen Sprechchören in den Stadien. Das Projekt "Lernort Stadion" nutzt die Arenen erstmals für politische Bildung. Nun übernimmt die DFL Stiftung das erfolgreiche Projekt. Aus diesem Anlass diskutierten Fußballer, Manager und Journalisten über die Verantwortung des Sports.

Die 10 neuesten Videos

In diesen Regionen ist die Stiftung aktiv

Erfahren Sie mehr über das internationale Engagement der Robert Bosch Stiftung und ihre Arbeit in einzelnen Regionen

Nordamerika

Gemeinsam globale Herausforderungen meistern

Seit über 30 Jahren ist die Robert Bosch Stiftung mit Projekten und Programmen im transatlantischen Austausch aktiv. Im Sinne der Völkerverständigung fördern wir einen offenen und vertrauensvollen Dialog zwischen Deutschland/Europa und dem Schlüsselpartner USA, mit dem Ziel, gemeinsam globale Herausforderungen zu meistern. Hierzu schaffen wir Plattformen und Netzwerke für politische Entscheidungsträger, Bürger und Multiplikatoren, die gemeinschaftlich Veränderungen in den Gesellschaften gestalten wollen.

Seit 1984 haben wir über 540 amerikanischen Nachwuchsführungskräften einjährige Deutschlandaufenthalte ermöglicht. In Kooperation mit dem German Marshall Fund of the United States haben wir 2003 mit dem Congress-Bundestag Forum verschiedene Formate etabliert, die der Begegnung und Zusammenarbeit deutscher und amerikanischer Parlamentarier dienen. Auch unsere Zusammenarbeit mit führenden amerikanischen Think Tanks, Universitäten und NGOs dient der besseren Verständigung zwischen den USA und Deutschland/Europa. Darüber hinaus binden wir die USA eng in trilaterale und multilaterale Formate ein.
Tobias_Bohm
Foto: Tobias Bohm

Europa

Menschen verbinden, Zusammenhalt verwirklichen

Europa zählt seit unserer Gründung zu unseren Kernregionen. Die Beziehungen zu Deutschlands Nachbarn Frankreich und Polen standen über Jahrzehnte im Zentrum unserer Arbeit in der Völkerverständigung. Heute geht unser europäisches Engagement über die Nachbarländer und häufig über die Grenzen der Europäischen Union hinaus. Eines unserer zentralen Ziele ist, Europa und europäische Zusammenarbeit für möglichst viele Menschen im Alltag erfahrbar zu machen. Der Bezug zum persönlichen Umfeld ist unerlässlich, um Zusammenhalt in Europa zu verwirklichen. Dafür unterstützen wir beispielsweise Projekte, die Vertreter der Zivilgesellschaft in europäischen Foren verbinden, oder große Programme, die lokale Initiativen aus unterschiedlichen europäischen Städten zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Lernen zusammenbringen.


Mit Projekten im internationalen Kulturaustausch tragen wir zu einem differenzierten Bild anderer europäischer Kulturen bei. Das persönliche Erleben eines anderen Landes kann dadurch nicht ersetzt werden - deshalb setzen wir uns dafür ein, dass jeder junge Mensch in Deutschland und Europa eine internationale Austauscherfahrung machen kann. Vielen positiven Entwicklungen zum Trotz ist Europa auch von schwerwiegenden aktuellen oder vergangenen Konflikten gekennzeichnet. Deshalb setzen wir uns, beispielsweise im Südkaukasus oder in den Balkanländern, für Verständigung und Versöhnung durch eine Aufarbeitung dieser Konflikte ein und unterstützen Maßnahmen, die in der Ukraine zu einer Beilegung des bewaffneten Konflikts beitragen können.

Auch jenseits der Völkerverständigung nutzen wir europäische Zusammenarbeit, um gute Praxisbeispiele und Wissen auszutauschen und zu verbreiten, beispielsweise mit europaweiten Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte im Gesundheitswesen oder durch die Beteiligung an europäischen Netzwerken etwa zu Migrations- und Integrationsfragen.

David Ausserhofer
Foto: David Ausserhofer

Naher Osten und Nordafrika

Konflikte überwinden, Verständigung fördern

Im Nahen Osten und Nordafrika (MENA) sind wir seit 2006 aktiv. Mit unserer Arbeit wollen wir einerseits die bessere Verständigung zwischen Europäern und der arabischen Welt fördern, andererseits aber auch zur Lösung und Überwindung der zahlreichen Konflikte in der Region sowie zur regionalen Entwicklung beitragen. In der Verständnisförderung setzen wir auf Projekte des Internationalen Kulturaustausches wie den deutsch-arabischen Filmpreis sowie auf Dialog und Zusammenarbeit in den Themen Stadtentwicklung, Sozialunternehmertum und Frauenförderung. Abgesehen vom Kulturaustausch, mit dem wir die gesamte Region in den Blick nehmen, konzentrieren sich unsere Aktivitäten auf die drei Maghreb-Staaten Tunesien, Marokko und Algerien.

Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung in der Konflikttransformation und Friedensförderung in der MENA-Region. Insbesondere durch die direkte Nachbarschaft zu Europa ist die Region mit ihrem Potenzial aber auch zahlreichen Staaten in fragilen Transitionsprozessen und verschiedenen inner- und zwischenstaatlichen Konflikten von großer Bedeutung. Die Prävention und De-Eskalation bewaffneter Konflikte u.a. mittels Mediation ist auch über diese Region hinweg ein Schwerpunktthema der Stiftung.
Verständigung in Nahost und Nordafrika
Foto: Manuel Frauendorf

Afrika

Exzellente Wissenschaft fördern, Bildung ermöglichen

Afrika ist in den letzten Jahren stärker in unseren Fokus gerückt: Seit 2006 engagieren wir uns hier, ursprünglich vor allem in Nordafrika. Dort unterstützen wir Projekte zur Zusammenarbeit zwischen Europäern und den unmittelbaren Nachbarn südlich des Mittelmeers, beispielsweise in gemeinsamen Kulturprojekten oder zu den Themen Stadtentwicklung und Sozialunternehmertum. Seit 2013 bauen wir unser Engagement auch südlich der Sahara aus.

Mit Projekten in Wissenschaft, Bildung und Völkerverständigung konzentrieren wir uns auf die Potenziale Afrikas, ohne die Herausforderungen zu ignorieren: Wir fördern exzellente Wissenschaftler in Afrika und machen sie international sichtbar. Einer wachsenden Zahl junger Menschen gute Bildung zu ermöglichen, ist eine große Aufgabe für die Bildungssysteme Afrikas. Unser Engagement unterstützt die Verantwortlichen dabei, diese Herausforderung zu bewältigen. In der Völkerverständigung wollen wir die wechselseitige Wahrnehmung Afrikas und Europas verändern und unterstützen afrikanische Akteure bei der nachhaltigen Gestaltung gesellschaftlichen Wandels.

Wir tragen zur Grundlage für diese Entwicklung bei, indem wir Projekte fördern, die bestehende Konflikte überwinden oder neue vermeiden helfen, und afrikanischen Akteuren mehr Sichtbarkeit in internationalen Foren verschaffen.
Nachwuchsforscherin (NEF Fellows) Dr. Tolu Oni
Foto: Christoph Pueschner, Zeitenspiegel

Asien

Dialog stärken, Veränderungen gestalten

Die globale Bedeutung Asiens kann nicht überschätzt werden: Die Einwohnerzahlen und die Wirtschaftskraft sprechen für sich, die hohe Geschwindigkeit der Veränderungsprozesse bietet großes Potenzial für Wirtschaft, Gesellschaft und die regionale Entwicklung. Seit 2006 ist die Robert Bosch Stiftung in Asien aktiv. Unser Ziel ist es, den Dialog mit Deutschland und Europa, aber auch innerhalb Asiens zu stärken und engagierte Akteure dabei zu unterstützen, ihre sich verändernden Gesellschaften aktiv und gemeinsam zu gestalten. Es geht darum, Asien nicht nur zu „verstehen“, sondern in und mit der Region in einen aktiv gestalteten Austausch zu treten. Zudem wollen wir Asien in multilateralen Formaten mehr Sichtbarkeit verschaffen, um der weltweit kaum vergleichbaren wirtschaftlichen, politischen und sozialen Dynamik der Region gerecht zu werden. Besondere Bedeutung kommt dabei Ostasien, Südostasien und Südasien zu. Innerhalb Ostasiens liegt unser Schwerpunkt auf den Ländern China, Japan und Korea, in Südostasien zunächst auf Indonesien und Vietnam. In Südasien spielt Indien als zukünftige globale Gestaltungsmacht für uns eine besondere Rolle.

Die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Diversität Asiens führt darüber hinaus zu verschiedenen innerstaatlichen und zwischenstaatlichen Spannungen und Konflikten. Eine zunehmende Anzahl aufstrebender Staaten Asiens nehmen dabei ihre Verantwortung als regionale und internationale Akteure verstärkt war. Oft sind vergangene Konflikte in und zwischen den Gesellschaften noch nicht ausreichend thematisiert, multilaterale regionale Konfliktmanagementmechanismen sind bisher wenig effektiv und die Entwicklung einer wirkungsvollen Zivilgesellschaft, die konfliktpräventiv wirken könnte, ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Daher fördern wir auch in Asien Maßnahmen, welche die Themen Wahrheit, Gerechtigkeit, Gedenken, Konfliktprävention sowie Mediation in den Mittelpunkt stellen.
Medienforum China – Deutschland 2015
Foto: Sabine Braun