Pressemeldungen 2017
Pressemitteilung

Robert Bosch Stiftung unterstützt Residenzprogramm im Thomas Mann Haus

  • Erstmals fünf Thomas Mann Fellows nominiert
  • Einweihung des Thomas Mann Hauses für Frühjahr 2018 geplant
  • Auswärtiges Amt hatte ehemaliges Wohnhaus des Schriftstellers Ende 2016 für Bundesregierung erworben

Stuttgart, 19. September 2017 – Voraussichtlich ab Frühjahr 2018 werden fünf Stipendiaten im Rahmen des neu begründeten Thomas Mann Fellowships für mehrmonatige Aufenthalte ins kalifornische Pacific Palisades gehen. Ermöglicht werden die Aufenthalte der Fellows sowie begleitende Veranstaltungen im Thomas Mann Haus mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung, Berthold Leibinger Stiftung und Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Die Fellows wurden am Montag, 4. September 2017 vom Kuratorium des für das Residenzprogramm im Thomas Mann Haus zuständigen Vereins Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. ausgewählt. Zu den nominierten Fellows gehören die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Jutta Allmendinger, der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Detering, der Schauspieler Burghart Klaußner, Prof. Dr. Yiannos Manoli, Professor für Mikroelektronik, sowie die Journalistin und freie Autorin, Dr. Sylke Tempel.

Das Residenzprogramm wird vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Im November 2016 hatte das Auswärtige Amt das Thomas Mann Haus in Los Angeles im Auftrag der Bundesregierung erworben. Das Haus konnte auf diese Weise langfristig gesichert werden. Nun bekommt es eine neue Aufgabe als Ort, an dem sich Intellektuelle und Denker aus allen Bereichen der deutschen Gesellschaft, insbesondere aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien, zu den großen Fragen der Gegenwart und Zukunft austauschen können.

Zum Thomas Mann Haus

Mit dem Thomas Mann Haus soll ein Debattenort entstehen, von dem aus im Geiste Thomas Manns Gespräche zu grundlegenden Gegenwarts- und Zukunftsthemen auf beiden Seiten des Atlantiks, auch mit Blick auf die Region Pazifik, angestoßen werden. Das Haus soll den Kulturschaffenden vor Ort außerdem Gelegenheit zur Stellungnahme zu verschiedensten Themen sowie zur Vernetzung mit Persönlichkeiten und Institutionen in den USA bieten.

Die Durchführung des Residenzprogramms im Thomas Mann Haus wird der Verein Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. übernehmen. Dieser betreibt in Los Angeles bereits seit 1995 die Künstlerresidenz Villa Aurora, das ehemalige Exildomizil Marta und Lion Feuchtwangers, und verfügt über eine etablierte Infrastruktur vor Ort.

Die Arbeit der Robert Bosch Stiftung in den USA

Für die Robert Bosch Stiftung sind die Fellowships und Veranstaltungen im Thomas Mann Haus eine Möglichkeit, die Westküste der USA als Ausgangspunkt zu nutzen, um transatlantische Debatten auch ins Landesinnere zu tragen und einen intensiven Austausch zwischen Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen anzustoßen.

Die Stiftung engagiert sich bereits seit über 30 Jahren für die transatlantischen Beziehungen. Eingegangene Partnerschaften mit führenden amerikanischen Think Tanks, Universitäten und gemeinnützigen Einrichtungen dienen der besseren Verständigung zwischen den USA und Deutschland bzw. Europa.

Kontakt

Chiara Vitzthum
Telefon 0711 46084-750