Foto: Stadt Gießen

Stadt der jungen Forscher 2010: Gießen

Gießen stand schon vor seiner Auszeichung als Stadt der jungen Forscher in einer unverwechselbaren Tradition, wissenschaftliche Themen an unerwarteten Orten in der Stadt kreativ zu inszenieren und auf die Straße zu bringen. So bevölkern mehr als 60 lebensgroße Dinosaurier-Modelle vom 24. April bis 18. Juli 2010 die Innenstadt. Ein weiteres Highlight ist die seit 2006 jährlich stattfindende Straße der Experimente, die jedes Jahr über 10.000 Besucher anlockt. Auf der „Versuchs-Meile", für die extra ein Straßenzug für den Verkehr gesperrt wird, führen Hochschulen, Unternehmen und Schulklassen spannende und unterhaltsame Experimente zum Staunen und Mitmachen vor.

Die Stadt hat aber für junge Forscher noch zahlreiche weitere Attraktionen zu bieten: Zum Beispiel das Mathematikum, das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt, oder die Schülerlabore BioloGio, Liebig-LAB und Science Bridge, die anspruchsvolle biologische, chemische und molekulargenetische Fragestellungen schon früh in die Schule tragen.
Schüler beim Experimentieren
Foto: Frank Sygusch

Welche Kooperationsprojekte zwischen Schule und Wissenschaft wurden durch die Auszeichnung »Stadt der jungen Forscher« in Gießen möglich? Welche Themen wurden auf der Fachtagung diskutiert und was war alles auf dem „Festival junger Forscher“ los?
Schüler beim Experimentieren
Foto: Detlev Hofmann

Weltraumforschung, Blutegel und WebWalking mit Goethe
Als „Stadt der jungen Forscher 2010“ erhielt Gießen von der Körber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Deutsche Telekom Stiftung Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro für neu erdachte Projekte an der Schnittstelle von Schule und Wissenschaft. Ist Handystrahlung wirklich schädlich? Warum ist Maisbrei auch physikalisch interessant? Wie können Kellner/innen die Zahlung von Trinkgeld beeinflussen? Die folgenden Projektideen wurden im Rahmen eines regionalen Förderwettbewerbs ausgezeichnet und verwirklicht.

Wissenschaftliches Experiment zum Mitmachen
Foto: Frank Sygusch

Gießen wills wissen
Zum Festival junger Forscher am 30. Mai 2010 kamen rund 25.000 Besucher nach Gießen, um eine öffentliche Experimentiermeile der besonderen Art zu erleben. In zahlreichen Pavillons präsentierten Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Schüler, und Hobbyforscher kurzweilige und allgemeinverständliche Experimente zum Anfassen, Mitmachen und Staunen. Im Mittelpunkt standen die von den Stiftungen geförderten Schul-Wissenschafts-Projekte. ARD-Moderator Willi Weitzel von „Willi wills wissen“ löcherte die Jungforscher auf der Bühne mit Fragen.

Informationsstand auf der Fachtagung
Foto: David Ausserhofer

Keine Angst vor Wissenschaft!
Unter diesem Motto diskutieren in der Stadt der jungen Forscher die beteiligten Stiftungen jedes Jahr im Rahmen einer Fachtagung Möglichkeiten, wie man Schülerinnen und Schüler für wissenschaftliche Themen und Methoden begeistern kann. Die Veranstaltung versteht sich als Gipfeltreffen der bundesweiten Netzwerke und Förderinitiativen und richtet sich an all diejenigen, die sich für forschendes und wissenschaftsnahes Lernen einsetzen, sich um Nachwuchsförderung bemühen oder ganz konkret in Schul-Wissenschafts-Kooperationen engagieren.